Habitat-Wohnbau-GmbH

Lebensraum für 500 Menschen in alter Brikettfabrik

 Auf dem Gelände der alten Brikettfabrik an der Goltstein­straße entsteht möglicherweise das größte Indener Bauvorhaben außerhalb der Tagebau-Umsiedlungen. Die Goltsteinstraße GbR mit Sitz in Aachen hat die 30.000 Quadratmeter große Fläche gekauft und plant dort Lebensraum für etwa 500 Menschen.

„VON GUIDO JANSEN“ – Aachener Zeitung

Diese Pläne hat der Investor jetzt in nichtöffentlicher Sitzung dem Indener Planungsausschuss vorgestellt. „Der Ausschuss hat dem Investor Unterstützung zugesagt“, sagte der Vorsitzende Elmar Gasper (CDU). Ausschuss und Bürgermeister Jörn Langefeld begrüßen demnach das Großprojekt.

Die Gemeinde hatte das brachliegende Fabrikgelände auch im Blick, um dort Wohnungen und Häuser zu schaffen. „Wir wären aber sicher nicht in der Lage gewesen, das Projekt in dieser Größe umzusetzen. Deswegen sind wir sehr froh, dass es einen Investor gibt, der die Kosten alleine trägt“, sagte Gasper. Die Gemeinde, die im Zuge des Tagebaus Einwohner und mögliche Baugebiete verloren hat, sucht seit Jahren Flächen für neue Einwohner. Der Investor begründet sein Engagement mit der guten Wachstumsperspektive in Inden und der Lage des Grundstücks. „Unbedingt hervorzuhebende Pluspunkte dieses Grundstückes sind die unmittelbar angrenzenden Naherholungsflächen und die Nähe zum zukünftigen Indeschen See“, erklärte Susanne Manstein (Goltsteinstraße GbR).

Laut Investor-Vortrag vor dem Indener Planungsausschuss sind auf dem Gelände der ehemaligen Brikettfabrik insgesamt 180 Wohnungen und Häuser geplant, die entweder vermietet oder verkauft werden sollen. Alle Einheiten sollen barrierefrei zugänglich sein, ein Teil soll mit öffentlichen Mitteln gefördert werden, um für junge Familien erschwinglich zu sein. Vorstellbar sei, einen Kindergarten oder eine Tagespflege für Senioren sowie eine Einkaufsmöglichkeit zu integrieren.

Wann das Bauprojekt beginnen kann, ist derzeit noch nicht absehbar. Gasper sprach von einem Projekt über mehrere Jahre und merkte an, dass sicher nicht innerhalb der nächsten zwei Jahre die ersten Häuser fertiggestellt werden. Zunächst gelte es, den Bebauungsplan und den Flächennutzungsplan anzupassen.

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